Südafrika im November 2019 (4): Die höchstgelegene Bar Afrikas

Aktualisiert: Jan 4

D. Happy birthday to you …



Nach der Einreise in Lesotho fuhren wir auf der gut ausgebauten Asphaltstraße ein Stück ins Inland. Links und lagen eine steinige, vertrocknete Hochebene, eingerahmt von den kahlen Drakensbergen, ab und zu ein paar Hütten und wir sahen ein paar Einheimische, die zu Fuß oder zu Pferd irgendwo hin unterwegs waren. Nachdem unser Navi die Entfernung bis zum nächsten Ort mit 50 km angab, drehten wir nach ein paar Klometern um. Ich wollte im Highest Pub In Africa auf meinen Geburtstag anstoßen. Natürlich gibt es in den Alpen und anderen Hochgebirgen Bars, die höhergelegen sind, aber keine Afrika und so hakte ich eins meiner vielen Reiseziele ab: Den Sanipass fahren und dort oben an meinen Geburtstag ein frisch gezapftes Bier trinken.












Das Maluti Premium Lager war gut gekühlt, sehr süffig und mit knapp 3 € für die Halbe preiswert. Den Preisvergleich zu den Lokalen auf der Zugspitze gewinnt Afrika ganz klar. Es war nach Mittag und wir bekamen Hunger. Auf Anraten eines Tourguides, der asiatische Gäste in seinem Land Rover hierhin hochgefahren hatte, aßen wir ein erstklassiges Chicken Curry mit Reis und einem gemischten Salat. Für rund 5 € pro Person wurden wir mehr als satt. Irgendwie bekam man heraus, dass ich Geburtstag hatte und dann sangen alle Happy birthday to you. Ich war richtig gerührt, ließ es mir natürlich NICHT anmerken!

Damit niemand Falsches denkt: Mein Freund trinkt keinen Alkohol und der ist zurückgefahren. Wie man sich vorstellen kann, ist es wenig empfehlenswert, den Pass zu fahren, wenn man Alkohol getrunken hat. Auch wenn es nur ein Bier war.

Natürlich sind wir draußen spazieren gegangen. Der Sanipass ist berüchtigt für seine Wetterkapriolen. Schnelle Wetterwechsel, Schnellfall, Eisregen und Temperaturen um null Grad und weniger, dazu Nebel und Nieselregen, sind auch im Sommer keine Seltenheit. Wir hatten Glück: Strahlend blauer Himmel, kein Wind und 18 Grad im Schatten. In der Sonne ließ es sich im T-Shirt gut aushalten. Da ahnten wir noch nicht, was uns unten, in Südafrika, erwarten würde.

Die Ski an der Rezeption der Sanipass Mountain Lodge haben nicht nur symbolischen Charakter. Hier kann man im Winter tatsächlich Skifahren.0

Das Hochplateau über dem Sanipass (oben). Man kann von der Lodge aus ohne große Probleme auf dem Plateau wandern. Eine warme Jacke und Regenkleidung gehören in den Rucksack.

Siedlungen direkt neben der Straße (unten). In den festen Gebäuden wohnen teilweise die Grenzbeamten.

Die Einheimischen sind immer so angezogen, dass sie bei Wetterumschwüngen nicht erfrieren. Dieser Mann wollte uns ein Ständchen bringen, entschloss sich aber dann, doch nicht zu spielen.

Auf der Rückfahrt änderte sich das Wetter und Wolken zogen aus dem Osten auf. Nach ein paar Einkäufen im SPAR in Underberg fuhren wir zurück in unseren Bungalow, hatten vor, auf der Veranda unser Abendbrot zu essen, dort zu sitzen, dem Sonnenuntergang zuzuschauen, die Vögel zu beobchten und noch ein Gläschen Wein zu trinken

Der Sonnenuntergang versteckte sich hinter Wolken, die Temperatur fiel auf deutlich unter zehn Grad und wir mussten den Heizlüfter einschalten, weil uns richtig kalt war.


(Fortsetzung folgt.)

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