Südafrika im November 2019 (6): Hluhluwe-Umfolozi Nationalpark


Der Eintritt in den Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark ist für südafrikanische Verhältnisse mit rund 15 € pro Person recht teuer. Allerdings bezahlen Südafrikaner, wie in den meisten Parks, nur die Hälfte. Bei der Einfahrt muss man sich ausweisen, wobei von Ausländern eigentlich ein Pass verlangt wird. Aber die Mitarbeiter an der Kasse sind auch mit dem Führerschein zufrieden, den sie eingescannen. Man muss auf jeden Fall seine volle Adresse, das Geburtsdatum, die Anzahl der Mitreisenden, die Art des Wagens und das Kfz-Kennzeichen angeben.

Wir fuhren durch das Tor und direkt hinter dem Eingang, quasi in den Gartenanlagen, standen zwei riesige Elefanten und ließen sich Blätter von einem Bananenbaum schmecken. Für uns ein ungewöhnliches Bild (Elefanten im Vorgarten), für die allgegenwärtigen Ranger anscheinend Normalität, denn sie kümmerten sich nicht um die grauen Riesen.

Wir blieben im südlichen Teil des Parks, in Hluhluwe (ausgesprochen Schluschluwe – mit gehauchtem-e am Ende) der so groß ist, dass man leicht zwei Tage dort umherfahren kann. Dieser Teil ist der größere und ist fast nicht möglich, beide Parkteile an einem Tag zu durchfahren. Übrigens sieht man in der Mittagszeit, das heißt zwischen 13 und 15 Uhr, viel weniger Tier als morgens oder am späten Nachmittag. Es ist einfach zu heiß. Entlang der Straße entdeckten wir viele Gazellen und Zebras, die bewegungslos im Schatten von Akazien standen, und sich problemlos fotografieren ließen.


Thomson-Gazellen knabbern an den Blättern von Akazien. Ihnen scheinen die Dornen nicht viel auszumachen.

Ein Pferd im Schlafanzug. Der Park ist einer der ältesten in Südafrika und kleiner als der Krüger Nationalpark. Aber auch hier findet man die „Big Five“, also Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard und die Chance, sie zu sehen, ist deutlich höher als im Krüger. Hier leben beide Arten von Nashörnern (Rhinos), das Breitmaul- und das etwas kleinere Spitzmaul-Nashorn. Wir haben nur das Breitmaul-Rhino gesehen, das sich von Autos überhaupt nicht stören lässt und direkt neben der Straße grast. Die Tiere sind einfach zu fotografieren. Man sollte sich aber durch das friedliche Verhalten nicht täuschen lassen: Auf keinen Fall aussteigen und immer damit rechnen, dass es nach dem Auto stößt, wenn es sich gestört fühlt.

Die Hörner der Rhinos werden von den Rangern abgesägt, damit Wilderer keinen Anreiz haben, die Tiere zu töten, um an das Horn zu kommen. Die Elefanten durchquerten den Fluss, um an der anderen Seite zu baden.

oben: Warzenschweine, unten: Kaffernbüffel


Große Kudus: weibliche Tiere und ein Männchen mit gewaltigen Schraubenhörner, die über einen Meter lang werden können. Wir beobachteten in der Abenddämmerung eine Herde von 32 Weibchen, bewacht von dem großen Männchen.


Der Milan saß auf dem Weg und fraß etwas. Es waren Termiten, die sich auf dem Hochzeitsflug befanden und zu Tausenden auf jedem Meter des Weges umherkrabbelten.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Nationalpark wirklich sehenswert ist. Wir hatten leider zu wenig Zeit, uns beide Teile anzuschauen. Aber das kann man ja bei der nächsten Reise nachholen.

(Fortsetzung folgt.)

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