Reisebericht Südafrika

Südafrika im November 2019 (Provinz KwaZulu-Natal) (Teil 1)


(Kopie: Google Maps)


A. Flug mit Turkish Airlines (TK) von München (MUC) nach Durban (DUR). Von München nach Istanbul, ca. 2 Stunden. Der neue Flughafen IST ist großzügig und weitläufig ausgebaut und eine deutliche Verbesserung gegenüber dem alten Flughafen. Wir hatten vier Stunden Aufenthalt, die sich aber aushalten lassen. Die Wege sind weit und man kann sich in den Geschäften umsehen und in Ruhe zu den Gates laufen. TK öffnet diese in der Regel eine Stunde vor Abflug, sodass beim Boarden keine Hektik entsteht.

Etwas mehr als 9 Stunden benötigt man von IST nach Johannesburg (JHB); dort erfolgt ein „technischer Halt“, bei dem die meisten Passagiere aussteigen und die Crew gewechselt wird. Dauer des Halts: 1:10 Std. Wir flogen mit rund 40 Passieren weiter nach DUR, reisen dort in die Republik Südafrika (RSA) ein. Wer die langwierigen Einreiseformalitäten in JHB kennt, wird angenehm überrascht von DUR sein. Nach 30 min waren wir durch die Immigration und erhielten unser Gepäck. Nach weiteren 30 min saßen wir unserem Leihwagen, einem NISSAN X-Trail 4 x 4 mit Automatikgetriebe.



Das Navi leitete uns schnell zu unserer Unterkunft, ca. 20 min südlich des Flughafens.


Turkish Airlines ist preisgünstig (748 € hin und zurück), das Essen ist gut, die Beinfreiheit im A 330 mit 81 cm ordentlich. Man kann sich 100 Tage vor Abflug die meisten Sitze kostenlos reservieren. Die Bestuhlung ist 2 – 4 – 2. Wir saßen in Reihe 7 A + B vor dem Flügel, was sich als sehr angenehm erwies.

Noch ein Vorteil von TK: 30 kg Gepäck/Person und 8 kg Handgepäck. Ob man die 30 kg auf einen oder zwei Koffer verteilt, ist egal. Das Gewicht des Handgepäcks wird nicht kontrolliert. Das ist gut für Taucher und Outdoor-Sportler, die viel Gepäck mitnehmen. Die Security-Kontrollen entsprechen in IST sowie in DUR dem internationalen Standard.

Von Zuhause bis zum Apartment nahe Durban: rund 22 Stunden. Im Winter ist die RSA zwei Stunden, im Sommer eine Stunde vor unserer Zeit. Damit entfällt ein Jetlag weitgehend.


Unser Apartment lag in einem Komplex in zweiter Reihe am endlosen Strand von Umhlanga (ausgesprochen Umschlanga). Die Wassertemperatur des Indischen Ozeans betrug 23 Grad. Man kann dort natürlich baden, aber die Wellen sind teilweise hoch und es können Unterströmungen entstehen, die auch guten Schwimmern gefährlich werden können. Man muss immer bedenken, zwischen Durban und Perth (Westaustralien liegen rund 8.000 km Wasser und sonst nichts. Da können sich schon Wellen aufbauen!

Also nicht zu weit ins Wasser gehen und nie alleine baden, immer jemanden mitnehmen. Nur an wenigen Stränden sind Rettungsschwimmer stationiert.



Auch die RSA wird nicht von Klimaveränderungen verschont. Nach den ersten drei Tagen und einigen Ausflügen in die Umgebung (Pietermaritzburg, Durban Golden Mile Beach, Vernon Crookes Nature Reserve) hatten wir plötzlich drei Tage Regen und anstatt 30 Grad nur 20 Grad! Und das in einem subtropischen Gebiet. Zum Glück hatten wir für eine geplante Fahrt in die Drakensberge warme Kleidung und Regenschutz eingepackt.


(Zebras und Gnus im Vernon Cookes Nature Reserve)


Das Vernon Cookes Nature Reserve liegt ca. 40 km südwestlich von Durban. Es ist ein kleines Nature Reserve, das etwas versteckt liegt und nicht leicht zu finden ist. Die Anfahrt und die Wege im Reserve sind geschottert und teilweise steil. Aber sie lassen sich weitgehend ohne 4 x 4 befahren. Der Eintritt ist mit rund knapp 3 € pro Person sehr günstig.


Alternativprogramm bei Regen: Durban Stadtrundfahrt im eigenen Wagen, was eine Herausforderung an sich ist, (man sollte nicht überall anhalten und aussteigen, da die Kriminalität in einigen Gebieten der Stadt hoch ist), Durban Aquarium, Durban Casino, in ausgesuchten Lokalen zum Essen gehen.

Informationen: Tourguide Afrika im Reise Know-How Verlag und touristische Informationen, die man überall (Unterkunft, Tankstellen, Malls, Tourist Information) als Flyer findet.


Infos: Benzin kostet rund 0,95 Cent/Liter, Diesel ist gut 10 Cent teurer. In der RSA herrscht Linksverkehr, das bedeutet, man steuert den Wagen rechts. Daran muss man sich gewöhnen. Ein Tipp für Anfänger: Fahr einfach den Einheimischen hinterher, die nehmen die richtige Seite. Auf Nationalstraßen muss man teilweise Maut zahlen: für 200 km sind rund 4 – 5 Euro fällig. Wechselkurs: 1 € sind z. Z. 16,25 Rand oder 100 Rand sind rund 6 €. Essen: Hauptspeise 4 – 7 €, eine Halbe Bier im Lokal 2 – 3 €, ein Glas Wein 2,50 €.

Wer sich selbst versorgt: Die Supermarktketten (SPAR und SUPERSPAR als Beispiel) sind sehr gut sortiert, das Personal ist freundlich und hilfsbereit. Man kann überall und alles mit einer Kreditkarte bezahlen und Geld an ATMs abholen. Das Wechseln von Euro in Rand ist nur in wenigen Banken möglich und die Wechselgebühren sind happig. Also: Am besten mit der Kreditkarte Geld abheben. Im Ankunftsbereich des Flughafens gibt es mehrere ATMs, dort kann man auch Geld wechseln.

Wenn man beim Einkaufen Münzen als Wechselgeld erhält, sollte man diese horten. 5- und 10-Rand-Münzen eignen sich gut als Trinkgeld für das Personal an Tankstellen und für die allgegenwärtigen Einweiser (die mit den gelben Warnwesten) auf den Parkplätzen.


(Fortsetzung folgt.)

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